"Ich arbeite gerne mit allen Menschen und Kulturen" - 30 Jahre im Team roviva
Erinnerst du dich noch an deinen ersten Arbeitstag?
Ja, sehr gut. Für mich war damals alles neu. Ich kam direkt aus Serbien in die Schweiz und konnte noch kein Deutsch. Sprache, Menschen, Arbeitsweise – ich musste wirklich alles von Grund auf lernen. In Serbien habe ich eine Lehre in der Holztechnik gemacht. Zwei bis drei Jahre später bin ich in die Schweiz gekommen und habe bei roviva meine Chance bekommen. Angefangen habe ich an der Steppmaschine. Schritt für Schritt habe ich dazugelernt – und heute bin ich ein echtes Allroundtalent in der Matratzenabteilung.
Was gibt dir das Gefühl, am Ende des Tages gute Arbeit geleistet zu haben?
Wenn ich weiss, dass die Arbeit sauber gemacht ist und ich mein Bestes gegeben habe. Zu sehen, was ich am Tag geschafft habe, macht mich zufrieden – besonders, wenn alles gut funktioniert hat.
Was hat sich in der Produktion und im Arbeitsalltag in den letzten 30 Jahren am meisten verändert?
Sehr viel. Früher musste man beim Nähvorgang des «Schliessens» einer Matratze um die Schliessmaschine herumlaufen, damit die Matratze fertiggestellt werden konnte – heute dreht die Maschine die Matratze selbst und ich kann beim Nähen sitzen bleiben. Auch die Ecken der Hüllen wurden früher von Hand geschnitten, das übernimmt jetzt ebenfalls eine Maschine. Die Nähmaschinen sind moderner geworden, und die Matratzen selbst sind heute viel komplexer und auch schwerer als früher.
Was schätzt du am Team und an der Unternehmenskultur besonders?
Ich kann mit allen Menschen und Kulturen arbeiten – das ist mir sehr wichtig. Hauptsache, die Arbeit macht Spass und die Stimmung im Team ist gut. Ich bin anpassungsfähig. Mit einigen Kolleginnen und Kollegen spreche ich Serbisch, mit den anderen Deutsch. Das funktioniert sehr gut und bereichert den Arbeitsalltag.
Was motiviert dich auch nach 30 Jahren, jeden Tag zur Arbeit zu kommen?
Ich arbeite sehr gerne an der grossen Schliessmaschine (= Nähanlage für Schliessen einer Matratze mittels Kederband). Die Arbeit gefällt mir, und ich schätze sie sehr. Es motiviert mich, etwas zu tun, das ich gut kann und gerne mache.
Was wünschst du dir für die kommenden Jahre – persönlich oder beruflich?
Ich wünsche mir, bis zur Pension bei roviva bleiben zu dürfen, gesund zu bleiben und weiterhin Teil eines lustigen, tollen Teams zu sein. In meiner Freizeit gehe ich gerne an der Aare spazieren – manchmal auch mit den beiden Hunden meiner Tochter. Das gibt mir viel Energie.
Danke Zorica für das Gespräch und die vielen persönlichen Einblicke in 30 Jahre bei roviva.